Feinstaub

Kleine Partikel in der Atemluft werden als Feinstaub bezeichnet, wenn ihre Größe 10 µm und weniger beträgt. Je kleiner die Partikel sind, je leichter und tiefer sie beim Atmen in die Lunge eindringen können, desto gefährlicher sind sie.

Der Parameter PM10gibt die Konzentration von Feinstaubpartikeln mit einem Durchmesser kleiner 10µm an.

Der Parameter PM2.5 gibt die Konzentration von Feinstaubpartikeln mit einem Durchmesser kleiner 2,5 µm an.

Einheit ist jeweils µg/m³.

Ausführliche Informationen dazu sind in Wikipedia zu finden.

Die NaturFreunde in München hat interessiert, wie stark die Belastung mit Feinstaub auf den Straßen Münchens tatsächlich ist.

Feinstaub Grenzwerte

In Deutschland gelten folgende Grenzwerte (Quelle: Umweltbundesamt)

  • PM10
    Jahresmittelwert darf 40 µg/m³ nicht überschreiten.
    Tagesmittelwert darf 50 µg/m³ nicht öfter als an 35 Tagen im Kalenderjahr überschreiten.

Für die Konzentration der gefährlicheren kleineren Partikel (PM2.5) gibt es also keine geltenden Grenzwerte.

Die Weltgesundheitsorganisation hat jedoch Empfehlungen ausgesprochen (2006), die keine Ausnahmen vorsehen und auch PM2.5 umfassen:

  • PM10:
    Jahresmittel 20 µg/m³
    Tagesmittel 50 µg/m³

  • PM2,5:
    Jahresmittel 10 µg/m³
    Tagesmittel 25 µg/m³

Feinstaub messen

Aus günstigen Bauteilen lässt sich leicht ein handliches Feinstaubmessgerät zusammen bauen, das in der Lage ist die Parameter PM10 und PM2.5 zu messen; kommt dann noch ein GPS-Empfänger dazu, kann man das Gerät nicht nur stationär, sondern auch mobil einsetzen.

Mobile Feinstaubmessungen führen wir vorzugsweise mit dem Rad, aber auch zu Fuß durch.

Auf diese Art entstehen natürlich nur Momentaufnahmen der Belastung mit Feinstaub.

Vorteil dabei ist es aber, ziemlich schnell Proben aus einem größeren Bereich zu erhalten.

Und wenn das Messgerät geschickt platziert ist - zum Beispiel in einem Fahrrad-Anhänger für Kleinkinder - verspricht dies zudem realistische Ergebnisse.

Mobile Messungen

Die bisherigen Ergebnisse unserer mobile Messungen haben wir auf Landkarten eingetragen und dabei die Farbe des GPS-Tracks je nach Feinstaubbelastung ausgewählt.

Die Farbskala entspricht weitgehend dem Wiener Luftgüteindex.

Auf der ersten Karte sind alle mobilen Ergebnisse zusammengetragen.

Weitere Karten enthalten die Ergebnisse differenziert nach der Tageszeit der Messung, sowie nach dem Kalendertag.

Stationäre Messungen

Bleibt der Standort der Messung unverändert, entstehen stationäre Messungen.

Dabei werden für jede Minute die Messwerte gemittelt und dargestellt.

Üblicherweise umfasst eine solche Messung mehrere Tage.